Völkervermehrung

Im Projektverlauf haben wir uns immer wieder überlegt, wie das Wachs in den Tonscherbenfunden der Steinzeit zu erklären sein könnte.

Uns kam der Gedanke, in Tontöpfen, auf einfachste Weise, die Völkervermehrung zu untersuchen. Vielleicht können die Tonscherbenfunde, welche mit Wachs behaftet sind, mit einer möglichen Bienenhaltung in Tontöpfen in Zusammenhang gebracht werden?

Wir haben am 2.Mai 2018 konventionelle Blumentöpfe, in Ermangelung an Horgener Tongefäßen, mit flüssigem Wachs ausgestrichen. Aus einem laufenden Volk haben wir je eine handtellergroße Wabe mit Stiften und dazu eine handtellergroße Wabe mit auslaufender Brut mit flüssigem Wachs an den Topfboden angegossen. Ca. jeweils 500-800g Bienen (eine Biene hat ~0,2g) aus dem Muttervolk entnommen und in den jeweiligen Tontopf eingeschlagen. Anschließend haben wir die Töpfe umgedreht und auf eine Steinplatte gestellt. Den restlichen Rand haben wir mit Sand und Erde, bis auf das Flugloch mit ca. 2cm Breite, abgedichtet, damit die Bienen das Flugloch verteidigen können.

 

Unsere Ableger in den Tontöpfen haben nach zwei Tagen angefangen Pollen einzutragen und Weißelzellen zu ziehen. Am 2.Juni 2018 haben zwei der Töpfe eine legende Jungkönigin. Die Töpfe sind komplett mit 6 Waben gefüllt. Brutfutter und Pollen sind vorhanden.

Innerhalb von 6 Wochen haben die Bienen sich eine neue Königin gezogen und sich zu einem "laufenden Volk" entwickelt.

Insgesamt haben wir in 6 Tontöpfen versucht Bienenvölker zu ziehen. Bei 5 Völkern ist dies geglückt. In einem Tontopf ist das Volk drohnenbrütig geworden und infolgedessen abgestorben.

 

Umgesetzte Erkenntnisse aus dem Bienenprojekt in einer neuen Klotzbeute

  • Beginn 16.06.2018.
  • Herrichten der Klotzbeute und Einschlagen eines Schwarmes.
  • Im ersten Schritt drehen wir den Blumentopf mit dem gängigen Jungvolk um und füllen ihn langsam mit handwarmem Wasser auf. Die Bienen können wir so am Abend des 25.Juni 2018 mit der bloßen Hand abschöpfen und in die neue Klotzbeute Nummer 8 geben. Wir haben Holzlatten vorbereitet, welche wir dicht auf die Klotzbeute oben auflegen.

 

 

  • Wegen der fortgeschrittenen Zeit füttern wir das Jungvolk mit einem Kilogramm Honig. Am 9.Juli 2018 hat das Volk bei seiner ersten Kontrolle wunderschön auf die vorgegebenen Leisten sechs Waben angelegt, diese mit Brut und Honig befüllt. Wir können nun jede Leiste einzeln ziehen, bewirtschaften, abernten und auch zur Ablegerbildung nutzen. Sogar eine Schwarmkontrolle können wir durchführen und Schwarmzellen zur Ablegerbildung einsetzen.

....noch mehr zum Projekt unter Bienenprojekt - Teil 3

JoomSpirit