Das Bienenjahr ist zu Ende

  • Der "Bien" (=das Bienenvolk) bereitet sich auf den Winter vor (12.08.2018)
  • Die Bienenvölker in den verschiedenen Klotzbeuten haben ihre Wohnungen eingerichtet und deutlich an Gewicht zugenommen. Wir schließen vom Gewicht darauf, dass sie gut Honig für den Winter eingelagert haben.
  • Im Frühjahr 2019, wenige Tage vor der Obstbaumblüte, werden wir den Resthonig ernten (das Winterfutter), welchen die Bienen selbst nicht verbraucht haben. Wir sind gespannt!

 

 

Welche Erkenntnisse haben wir gewonnen?

  • Die Kunst der Imkerei besteht darin, das Richtige zur richtigen Zeit zu tun. Dabei ist es essentiell, die Natur am Besten drei Wochen im Voraus lesen zu können. Der Imker kann so die Schwarmkontrolle, Honigernte und die Völkervermehrung am erfolgreichsten für die gesamte Völkerführung umsetzen.
  • Der Bronze- und Steinzeitliche Imker konnte mit dem ihm zur Verfügung stehenden Mitteln seine Honig-, Wachs-, Propolis- und Bruternte steutern.

Uns ist bei der Zurichtung der Fichten-Klotzbeute aufgefallen, dass jeweils der Baumkern völlig ausgefault war, sich die Äste jedoch bis in den Hohlraum des Baumkernes erhalten haben. Die Äste im Baumkern waren sehr har. Sie wirken im Wildbau wie eine naturgegebene Armierung, so können die Waben nicht abreißen.

 

Ernte eines Bienenvolkes

Am 14.08.2018 gegen 18:30Uhr beginnen wir mit viel Rauch die Bienen an den vorderen Teil der Klotzbeute zu treiben.

Wir haben dann mit den selbst erstellten Erntewerkzeugen die Bienenwaben aus der Klotzbeute herausgelöst und -gezogen.

 

Wir unterteilten die Ernte in Honig, Pollen und Brutfläche. Nach dem Abwiegen und Auspressen und Auskochen des Wachses hatte das Vok:

- 1300g Wachs+Brut

- 9000g Wachs+Honig+Propolis

- 800g Wachs+Pollen

Gesamt: 624g Wachs

 

 

Zehn Tage später trägt das Volk fleißig Pollen ein. Das Volk hat schon wieder vier Waben gebaut, ist aufgekettelt und baut weiter. Die Königin hat folglich diesen Eingriff überlebt. Wir sind gespannt, ob dieses abgeerntete Bienenvolk den Winter überlebt.

 

 

In der Stein- und Bronzezeit gab es keine Varroa-Milbe in Europa. Wir haben unsere Völker, gemäß der europäischen Bienenhaltungsverordnung, herkömmlich mit Ameisensäure gegen die Varroa-Milbe behandelt.

JoomSpirit