Das Bienenjahr ist zu Ende, wir haben eines unserer Klotzbeuten-Völker "geerntet" und werden in Kürze die Ergebnisse auf der experimental-archäologischen Tagung in Unteruhldingen (27. -30.09.2018) vorstellen. Danach wird es aber auch außerhalb der Fachwelt Gelegenheit geben mehr von unserem Projekt zu erfahren.

Vorankündigungen:

- Freitag 28.09.2018 14:50Uhr Vortrag: "Bienenhaltung wie in der Steinzeit in hohlen Baumstämmen" von Herbert Gieß auf der EXAR-Tagung in Unteruhldingen (EXAR = Europäische Vereinigung zur Förderung der Experimentellen Archäologie e.V.)

 

- Sonntag 07.10.2018 sind wir mit dem Steinzeit-Bienen-Projekt beim Museumsfest in Unteruhldingen präsent! ...eine tolle Gelegenheit uns persönlich kennenzulernen,

das Projekt wird mit 3 Roll-ups vorgestellt, es wird eine Klotzbeute zu bestaunen geben (ohne Bienen)

 

- Donnerstag 15.11.2018 - 19:30Uhr - Vortrag von Herbert Gieß:  "Steinzeit-Bienen-Projekt der Pfahlbau-Erleber"  im Rathaus Dingelsdorf ...hier wird es viel mehr Gelegenheit geben, Details aus dem Projekt zu erfahren, als dies bei der Fachvorstellung in Unteruhldingen möglich sein wird. Außerdem (da keine strenge Zeitvorgabe von 15min. wie beim Fachvortrag besteht) können wir auch mehr Fotos aus dem Projekt zeigen und es gibt viel Gelegenheit für Fragen und Diskussion!

Wir freuen uns auf diesen spannenden Abend mit Euch!!!

 

...nach der Präsentation in Unteruhldingen werden wir auch Stück um Stück mehr Informationen hier auf der Homepage präsentieren, sobald wir wieder etwas mehr Zeit haben...und die Planungen für das nächste Jahr laufen auf Hochtouren...

 

Wir haben unzählige Anfragen von Euch erhalten (sowohl von imkerlicher Seite, als auch von archäologischer Seite - aus dem Umland (Landkreis Konstanz, Baden), deutschlandweit, Schweiz, Österreich, Italien und Holland!

 

Wir sind sehr begeistert von diesem großen Zuspruch!

 

Unser Steinzeit-Bienenprojekt ist in vollem Gange. Zunächst auf 6 Völker ausgelegt haben wir mittlerweile 13 laufende Völker. Unsere Bienen bauen die Klotzbeuten aus. Jedes Volk hat eine eigene Königin . Es ist gewaltig was der "Bien" (das Bienenvolk) zustande bringt. Wir sind bei jeder Durchsicht begeistert!!! Faszinierende Tiere und so wichtig für den ganzen Planeten.

 

Die Obstbäume blühen wunderschön und die Natur explodiert förmlich jeden Tag noch mehr -

das war genau der Richtige Moment, um unsere Bienen einzuschlagen!

Wir waren wieder 18 Personen, allerdings in etwas veränderter Zusammensetzung. Es war sehr aufregend (für die Bienen bestimmt noch mehr) beim Einzug ins neue Bienenheim dabei zu sein.

Nach getaner Arbeit gab es Gegrilltes bei rundum zufriedener Stimmung. Jetzt sind wir gespannt wie es die nächsten Wochen weitergeht...

 

 

Herbert und Katrin haben ihr steinzeitliches Bienenprojekt (Anlehnung an Arbon Bleiche) gestartet! Besucher, Neugierige, Vereinsmitglieder und Vereinsfremde - sind auch weiterhin eingeladen dazuzustossen, teilzunehmen, zu schnuppern, zu schuften, zu geniessen...

Mittlerweile gibt es 6 Klotzbeuten -  hohle Baumstämme -  die darauf warten, dass die Bienen eingeschlagen werden....

Zum 1. Treffen am 01.02.2018 waren wir 18 Bienenbetörer und solche, die es noch werden möchten!

Das nächste Treffen wird allen Interssierten über unseren Verteiler bekannt gegeben.

Alle die noch hinzukommen möchten, können sich gerne in den Verteiler aufnehmen lassen:

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Bienen halten wie in der Steinzeit

An einer 13 000 Jahre alten, altsteinzeitlichen Speerspitze aus dem Kreis Unna, haben Wissenschaftler Bienenwachs nachweisen können. Dies ist weltweit einer der frühesten Belege dafür, dass Bienenwachs als Klebstoff verwendet wurde. Es ist auch ein Beleg dafür, dass die europäische Honigbiene bereits in der späten Altsteinzeit wieder nördlich der Alpen anzufinden war.

In der Folge wurden in der jungsteinzeitlichen Seeufersiedlung Arbon Bleiche III, sogenannte Klotzbeuten gefunden. Klotzbeute ist der Fachausdruck für Bienenhaltung in hohlen Baumstämmen. Somit der Hinweis auf eine professionelle, steinzeitliche Bienenhaltung und Domestizierung durch die Pfahlbauern.

Wir Pfahlbau-Erleber© möchten wissen, wie die Bienenhaltung in der Steinzeit – ganz praktisch – funktioniert haben könnte.

Hierzu möchten wir uns auf die Suche nach Antworten auf folgende Fragen machen:

  • Wie könnte Bienenhaltung ohne Rahmen in einem Baumstamm genau funktionieren, wie groß darf und muss der Hohlraum sein. Herbert Gieß hat schon 5 hohle Bäumstämme in unterschiedlichen Größen und Baumarten gesammelt und hierfür vorbereitet!
  • Haben die Pfahlbauer ihre Klotzbeuten auf den Boden gestellt oder in Bäumen aufgehängt? Funde, sowie heutige Praxis weltweit, lassen beides vermuten, wir probieren es aus!
  • Wurde Honig und wenn ja wie wurde der Honig gewonnen? Wie verhindern wir, daß die Bienen Schwärmen?
  • Bienenwachs als Klebstoff: Wie gewinnen wir ihn und wie gut klebt Bienenwachs?
  • Wie bringen wir die Bienen über den Winter?
  • Wie entwickelt sich das Bienenvolk?
  • Wie gesund werden unsere Bienen sein?

Wir möchten alle Bienen- und Steinzeit-Interessierte einladen, mit uns dieses spannende Bienen-Projekt zu erleben!

Unterstützt und begleitet wird unser Bienenprojekt von dem Berufsimker und Vorstand des Imkervereins Radolfzell Andreas Radloff und natürlich unserem Pfahlbau-Experten und Imker Herbert Gieß.

Die Teilnahme ist kostenlos, im Projektverlauf möchten wir uns alle zwei Wochen abends in Oberdorf bei unseren Klotzbeuten zum gemütlichen Beisammensein treffen. Der Pfahlbauverein Dingelsdorf stellt die Imkeranzüge.

Auch planen wir im Verlauf einen Besuch im Museum für Archäologie Thurgau in Frauenfeld, wo uns der Archäologe Urs Leuzinger die Klotzbeuten von Arbon Bleiche III demonstrieren wird.

Unser Projektstart wird im Pfahlbaumuseum am Donnerstag den 1. Februar um 20.00 Uhr stattfinden. Alle Interessierten laden wir herzlich hierzu ein! Zur Obstblüte wollen wir dann die Bienen in die Klotzbeuten einschlagen!

Wir freuen und auf ein gemeinsames Bienenjahr mit Euch!

Herzliche Grüße -

Eure Pfahlbau-Erleber©

 

 

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